EU-Förderprogramme LEADER nutzen


 

 

Bericht von Josef Holzhammer, Pressesprecher der CSU Passau-Land:

Ortenburg:

Der Blick nach vorne, auf den Förderzeitraum 2014-2020, stand im Mittelpunkt der Jahresabschlusssitzung der Landkreis- CSU in Ortenburg, zu der Vorsitzender Franz Meyer Leaderaktionsgruppe (LAG )-Managerin Dr. Ursula Diepolder geladen hatte. Zusammen mit der Vorsitzender der LAG, Anni Regner, informierten sie über künftige Leader- Förderung im Landkreis.

Meyer wies eingangs auf die Bedeutung des EU-Förderprogramms Leader für den ländlichen Raum hin, durch das in der letzten Förderperiode Zuschüsse in Höhe von mehr als 4 Mio.Euro für insgesamt 44 Projekte in den Landkreis geflossen sind.

Die Vorsitzender der LAG-Aktionsgruppe Anni Regner wies daraufhin, dass sich in der nächsten Förderperiode der komplette Landkreis für diese EU-Mittel bewerben werde. Damit ab 2015 weitere impulsgebende Projekte vorangebracht werden können, ist zuerst das Erstellen Gesamtkonzepts erforderlich, der sog. Lokalen Entwicklungsstrategie ( LES ).

Die Eckpunkte und Säulen dieser Strategie präsentierte die LAG-Managerin Dr.Ursula Diepolder den Vorstandsmitgliedern dann in einer Präsentation.

Die drei zentralen Entwicklungsziele sind zum einen Klima- Umwelt-Lebensraum-, Ressourcenschutz & Landnutzung. Daneben unter dem Titel „Menschen in der Region“ eine lebenswerte Zukunft für den Menschen zu ermöglichen und als drittes Kultur- und Freizeitangebote sichern, sie vernetzen und besonders hervorheben.

Aus diesen Entwicklungszielen leiten sich dann entsprechende Handlungsfelder ab, wie etwa Klimaschutz und Energiewende im LK Passau voranbringen oder Ertüchtigung von Produktion und Vermarktung regionaler Erzeugnisse. Als weitere förderungsrelevante Handlungsziele nannte  Dr. Diepolder den Erhalt und die Verbesserung  der Lebensqualität auf dem Land oder die Optimierung der Infrastruktur und der Angebote im Tourismus.

In der anschließenden Aussprache stand vor allem die Frage im Vordergrund, wie eine Kommune zu einer geförderten Maßnahme kommen kann und welche Art von Projekten echte Förderchancen besitzen.

Die Entwicklung der Projektideen ist nicht unbedingt Aufgabe der Bürgermeister, meinet Dr. Diepolder, sondern hier sind alle beteiligt, die das wollen. Projekte sind gefragt, welche die Stärken und Chancen der Region nutzen und die Schwächen und Risiken minimieren. Beiträge dazu können von allen Bürgerinnen und Bürgern kommen. Dazu ist die Idee ein wenig zu beschreiben und Projektträger, Nutzen und voraussichtliche Kosten anzugeben.

Die Auswahl unter den Projekten trifft ein Entscheidungsgremium der LAG, welche den Antrag und das Projekt prüft, ob sie den Kriterien für förderwürdige Projekte entsprechen.

Das Besondere in der Strategie 2014-20 im Landkreis liegt laut Ausführungen von CSU-Chef Franz Meyer darin, dass die Umsetzung des Integrierten Klimaschutzkonzepts des Landkreises mit sektor-übergreifenden Projekten vorangebracht wird. So sollen die Dorfgemeinschaftshäuser, die seitens der Bürgermeister gemeldet wurden, zukünftig mit nachwachsenden, ökologischen Baustoffen errichtete werden, wenn entsprechende Leader-Fördermittel fließen.

Somit werden Modellprojekte für zukunftsfähiges Bauen entstehen, zu denen viele Menschen Zugang haben.

 

ho.

Foto:

CSU-Kreischef Franz Meyer und Bürgermeister Stefan Lang dankten den beiden Referentinnen LAG-Vorsitzender Anni Regner ( 3.v.li.) und LAG-Managerin Dr. Ursula Diepolder ( 2.v.li. ) für die umfassende Information zu den EU-Fördermöglichkeiten.

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